TL;DR – Vermietete Wohnung verkaufen Österreich 2026
Who wants a vermietete Wohnung verkaufen in Österreich möchte, muss 2026 neben dem Immobilienwert vor allem Mietvertrag, MRG-Anwendungsbereich, Befristung und nachhaltigen Mietertrag berücksichtigen. Der Verkauf beendet ein bestehendes Mietverhältnis nicht automatisch. Für Käufer wiederum sind Rendite, Restlaufzeit des Mietvertrags und mögliche zukünftige Kosten entscheidend.
- Mietvertrag prüfen: Ein Eigentümerwechsel beendet ein bestehendes Mietverhältnis im MRG-Bereich grundsätzlich nicht automatisch.
- Preis richtig bestimmen: Vermietete Wohnungen sollten nicht mit einem pauschalen Abschlag bewertet werden. Mietzins, Vertragsdauer, Kosten und nachhaltiger Ertrag sind entscheidend.
- Unterlagen vorbereiten: Mietvertrag, Wertsicherung, Zahlungsübersicht, Betriebskosten, Rücklage und geplante Sanierungen gehören zu den zentralen Informationen.
- Sonderfälle einplanen: Auch ein Verkauf mit anschließender Rückvermietung an den bisherigen Eigentümer kann möglich sein.
- Delogierung beachten: Soll nach einer Delogierung verkauft werden, muss zunächst das rechtlich vorgesehene Räumungsverfahren be concluded.
- Wien und Salzburg unterscheiden: Regionale Marktbedingungen und die konkrete mietrechtliche Situation beeinflussen Käufergruppe und Verkaufsstrategie.
- Steuern mitberechnen: Eine mögliche Immobilienertragsteuer sollte bereits vor Festlegung des gewünschten Netto-Verkaufserlöses berücksichtigt werden.
In short: Eine vermietete Eigentumswohnung ist nicht automatisch schlechter verkäuflich – sie benötigt eine andere Bewertung, die passende Käufergruppe und eine auf das bestehende Mietverhältnis abgestimmte Vermarktungsstrategie.
One vermietete Wohnung verkaufen in Österreich – das klingt zunächst kaum anders als der Verkauf einer freien Eigentumswohnung. In der Praxis gibt es jedoch erhebliche Unterschiede. Denn Käufer erwerben nicht nur eine Immobilie. Sie übernehmen auch ein bestehendes Mietverhältnis mit seinen wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Gerade in Wien und Salzburg kann das entscheidend für Kaufpreis und Zielgruppe sein. Wie hoch ist die aktuelle Miete? Ist sie rechtlich zulässig? Wie lange läuft der Mietvertrag noch? Gilt das Tenancy Act (MRG)? Und wann könnte die Wohnung überhaupt bestandsfrei werden?
Wer diese Fragen bereits vor der Vermarktung beantwortet, schafft Transparenz und verbessert die Verkaufschancen. Wir zeigen Ihnen die sieben wichtigsten Punkte für Eigentümer und Käufer im Jahr 2026.
1. Vermietete Wohnung verkaufen: Der Mietvertrag bleibt entscheidend
Der wichtigste Grundsatz zuerst: Ein Eigentümerwechsel bedeutet im Anwendungsbereich des MRG grundsätzlich not, dass ein bestehender Hauptmietvertrag einfach endet. Der neue Eigentümer tritt vielmehr in die Vermieterposition ein. Ein Verkauf allein schafft daher kein automatisches Kündigungsrecht gegenüber dem Mieter. Der gesetzliche Kündigungsschutz bleibt bestehen.
Das ist vor allem für Käufer wichtig, die eine Wohnung später selbst nutzen möchten. Eine vermietete Wohnung ist nicht automatisch kurzfristig verfügbar. Verkäufer sollten deshalb keinesfalls Erwartungen wecken, die sich rechtlich nicht erfüllen lassen.
Entscheidend ist zunächst, welches Mietrechtsregime überhaupt gilt. Neben der Voll- und Teilanwendung des MRG können Mietverhältnisse außerhalb des MRG stärker durch die Bestimmungen des ABGB geprägt sein. Die rechtliche Einordnung sollte deshalb immer objektbezogen erfolgen.
Tip: Lassen Sie den bestehenden Mietvertrag vor Verkaufsstart prüfen. Befristung, Kündigungsbestimmungen, Wertsicherung und Nebenabreden gehören zur Verkaufs-Due-Diligence.
2. Seit 2026 gelten neue Regeln für Befristungen
Who wants a vermietete Wohnung verkaufen in Österreich möchte, sollte die seit 1. Jänner 2026 geltenden Änderungen besonders beachten.
Bei neuen beziehungsweise verlängerten Wohnungsmietverträgen im Voll- und Teilanwendungsbereich des MRG beträgt die Mindestbefristung grundsätzlich fünf Jahre. Für „kleine“ Vermieter, die nicht als Unternehmer im Sinne des Konsumentenschutzrechts gelten, kann weiterhin eine dreijährige Mindestbefristung möglich sein.
Für Käufer ist zusätzlich wichtig: Mieter können einen befristeten Wohnungsmietvertrag nach Ablauf eines Jahres unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist zum Monatsletzten kündigen.
Im Vollanwendungsbereich des MRG kommt ein weiterer wirtschaftlicher Faktor hinzu: Bei einem befristeten Mietvertrag reduziert sich der höchstzulässige Hauptmietzins um 25 Prozent.
Damit beeinflusst die Vertragsgestaltung unmittelbar den möglichen Ertrag und somit auch die Attraktivität für Anleger.
3. Der Verkaufspreis braucht eine andere Logik
Eine freie Eigentumswohnung und eine vermietete Wohnung sprechen häufig unterschiedliche Käufergruppen an.
Bei einer freien Wohnung stehen Lage, Zustand, Ausstattung und Eigennutzung im Vordergrund. Bei einer vermieteten Wohnung rückt dagegen der laufende Ertrag stärker ins Zentrum. Das Objekt wird damit zunehmend zum Investment.
Für Anleger zählen insbesondere die nachhaltig erzielbare Miete, laufende Bewirtschaftungskosten, Rücklage, mögliche Investitionen und die Restlaufzeit des Mietvertrags. Die zugrunde liegende Bewertungslogik entspricht dem Ertragswertgedanken: Entscheidend ist der nachhaltig erzielbare beziehungsweise erwartete Reinertrag.
Ein pauschaler Abschlag nach dem Motto „vermietet bedeutet minus 20 Prozent“ wäre daher unseriös. Je stärker die aktuelle Vertragsmiete von einer nachhaltig erzielbaren Miete abweicht und je länger eine mögliche Bestandsfreiheit entfernt ist, desto größer kann der wirtschaftliche Unterschied zum freien Wohnungswert sein.
Pro tip: Bewerten Sie nicht nur die Wohnung. Bewerten Sie Wohnung und Mietvertrag als wirtschaftliche Einheit.
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Sonderbeispiel: Wohnung verkaufen und als Mieter wohnen bleiben
Eine besondere Variante kann für Eigentümer interessant sein, die ihre Wohnung verkaufen möchten, aber noch nicht ausziehen wollen. Das betrifft beispielsweise ältere Menschen, die Kapital aus ihrer Immobilie freisetzen möchten und einen späteren Umzug in eine Seniorenresidenz oder ein Pflegeheim in Erwägung ziehen.

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt ein von uns begleitetes Beispiel aus Salzburg:
Bei dem Objekt handelte es sich um eine 3-Zimmer-Eigentumswohnung im Bereich Andräviertel/Bahnhof. Der Eigentümer wollte die Wohnung verkaufen, gleichzeitig aber für weitere zehn Jahre darin wohnen bleiben. Die Lösung: Die Wohnung wurde als Anlageobjekt vermarktet und eine marktübliche Rückvermietung an den bisherigen Eigentümer vorbereitet.
Für potenzielle Käufer war damit von Beginn an klar: Sie erwerben eine vermietete Wohnung mit einem bereits vorgesehenen Mietverhältnis. Gleichzeitig musste berücksichtigt werden, dass nach einem späteren Auszug des Eigentümers eine Electrical renovation für eine zukünftige Neuvermietung erforderlich sein würde. Dafür wurde bereits vor dem Verkauf ein konkretes Angebot eingeholt und bei der Preisgestaltung berücksichtigt.
| Eckpunkt | Umsetzung |
|---|---|
| Objekt | 3-Zimmer-Eigentumswohnung |
| Location | Salzburg-Andräviertel/Bahnhof |
| Strategy | Verkauf als Anlageobjekt mit Rückvermietung |
| Geplante Mietdauer | 10 Jahre |
| Mietzins | Marktübliche Rückvermietung |
| Künftiger Sanierungsbedarf | Electrical renovation |
| Vermarktungsdauer | 3 Monate |
| Besichtigungen | 7 vorqualifizierte Interessenten |
Für die Vermarktung wurden außerdem sämtliche relevanten Unterlagen bei der Hausverwaltung eingeholt und das Objekt professionell aufgenommen. Nach sieben Besichtigungen mit vorqualifizierten Interessenten folgten die Erstellung des Kaufanbots und die Begleitung des Verkaufs bis zum Notartermin. Nach drei Monaten Vermarktungsdauer war der Verkaufsprozess erfolgreich abgeschlossen.
Practical tip: Wer seine vermietete Wohnung verkaufen in Österreich möchte und selbst als Mieter darin bleiben will, sollte Verkauf und Rückvermietung von Beginn an gemeinsam planen. Mietdauer, Miethöhe, zukünftiger Sanierungsbedarf und die Interessen potenzieller Anleger beeinflussen die Vermarktungsstrategie und Preisgestaltung.
Gerade für ältere Eigentümer kann dieses Modell eine interessante Option darstellen: Immobilienvermögen wird durch den Verkauf verfügbar, während die gewohnte Wohnsituation zunächst bestehen bleiben kann. Ob eine solche Gestaltung im Einzelfall wirtschaftlich und rechtlich sinnvoll ist, sollte jedoch vor dem Verkauf individuell geprüft werden.
Sonderfall: Delogierung vor dem Verkauf einer vermieteten Wohnung
Ein besonderer Fall entsteht, wenn eine vermietete Eigentumswohnung nach einer Delogierung verkauft werden soll. Zahlt der Mieter beispielsweise nicht mehr oder zieht nach Vertragsende nicht aus, darf der Eigentümer die Wohnung nicht eigenmächtig räumen oder einfach das Schloss austauschen.
Eine Delogierung ist nur mit einem rechtskräftigen Räumungstitel und durch den Exekutor zulässig. Der Ablauf kann dabei von Mahnung und Kündigung über Räumungsklage und Räumungstitel bis zur Exekution führen und dauert in der Praxis meist three to six months.

Nach der Räumung sollte der Zustand der Wohnung geprüft und dokumentiert werden. Notwendige Reinigungs- oder Sanierungsarbeiten können anschließend koordiniert werden, damit die Eigentumswohnung wieder fit für den Markt ist und verkauft werden kann.
Weiterlesen zum Thema Delogierung: Für Eigentümer in Salzburg finden Sie weitere Informationen unter Delogation condominium Salzburg und für Eigentümer in Wien unter Delogation condominium Vienna.
4. Diese Unterlagen sollten Verkäufer vorbereiten
Je besser das Mietverhältnis dokumentiert ist, desto leichter kann ein Kaufinteressent das Investment einschätzen.
Eine lückenhafte Dokumentation führt dagegen schnell zu Rückfragen. Im ungünstigsten Fall entstehen Unsicherheit und Preisabschläge. Besonders wichtig sind Unterlagen, mit denen sich Eigentum, Mietverhältnis, laufende Erträge und mögliche zukünftige Kosten nachvollziehen lassen.
Checkliste für Verkäufer
| Unterlage / Prüfung | Why is it important? | Done? |
|---|---|---|
| Aktueller Mietvertrag | Grundlage des bestehenden Mietverhältnisses | ☐ |
| Nachträge und Nebenvereinbarungen | Verhindert Überraschungen für Käufer | ☐ |
| Befristung und Restlaufzeit | Wichtig für Verfügbarkeit und Bewertung | ☐ |
| Aktueller Hauptmietzins | Basis der Ertragsrechnung | ☐ |
| Wertsicherung | Relevant für zukünftige Mieterträge | ☐ |
| Mietzahlungsübersicht | Zeigt Zahlungsdisziplin | ☐ |
| Betriebskostenunterlagen | Wichtig für laufende Belastungen | ☐ |
| Rücklageninformation | Relevant für zukünftige Kosten | ☐ |
| Energy certificate | Gehört zur Objektinformation | ☐ |
| Grundbuchunterlagen | Dokumentiert Eigentum und Belastungen | ☐ |
| WEG-Unterlagen | Relevant für Rechte und Pflichten | ☐ |
| Geplante Sanierungen | Kann Rendite und Kaufpreis beeinflussen | ☐ |
Beim Wohnungseigentum sollten außerdem Zubehör und Nutzungsrechte eindeutig dokumentiert sein. Keller, Gartenflächen oder andere Zubehörobjekte können rechtlich mit dem Wohnungseigentumsobjekt verbunden sein. Aus der Urkundensammlung können dafür Wohnungseigentumsvertrag und Nutzwertgutachten relevant werden.
5. Käufer sollten nicht nur auf die Monatsmiete schauen
One hohe Bruttomiete macht noch kein gutes Investment.
Wer eine vermietete Wohnung kauft, sollte deshalb prüfen, welcher Ertrag tatsächlich nachhaltig übrig bleibt. Dazu gehören die rechtliche Zulässigkeit des Mietzinses, Wertsicherung, nicht überwälzbare Kosten, Rücklagen und absehbare Investitionen.
Checkliste für Käufer
| Prüffrage | Why is it important? |
|---|---|
| Welches Mietrechtsregime gilt? | Bestimmt wesentliche Rechte und Pflichten |
| Befristet oder unbefristet? | Beeinflusst Planung und Bewertung |
| Wie lange läuft der Vertrag noch? | Wichtig bei späterer Eigennutzung |
| Ist der Mietzins rechtlich zulässig? | Überhöhte Erträge sind nicht nachhaltig |
| Ist eine Wertsicherung vereinbart? | Relevant für zukünftige Einnahmen |
| Zahlt der Mieter regelmäßig? | Zeigt Qualität des Cashflows |
| Wie hoch ist die Rücklage? | Wichtig für kommende Sanierungen |
| Welche Maßnahmen sind geplant? | Kann den Nettoertrag reduzieren |
| Gibt es Nebenabreden? | Können zusätzliche Verpflichtungen enthalten |
| Welche Rendite bleibt netto? | Entscheidend für die Investmententscheidung |
Besonders in Wien spielt die mietrechtliche Einordnung bei klassischen Altbauwohnungen eine wichtige Rolle. Die zulässige Mietzinshöhe kann dort den nachhaltigen Ertrag wesentlich beeinflussen.
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6. Wien und Salzburg verlangen unterschiedliche Verkaufsstrategien
Who wants a vermietete Wohnung verkaufen in Österreich möchte, sollte nicht nur rechtliche Faktoren berücksichtigen. Auch der regionale Markt bestimmt die Strategie.
Für Wien lag der Medianpreis bei Eigentumswohnungen 2025 bei 5.212 Euro pro Quadratmeter. Im Bundesland Salzburg waren es 4.968 Euro pro Quadratmeter. Die Werte für 2024 lagen bei 4.940 beziehungsweise 4.926 Euro.
Diese Veränderungen dürfen allerdings nicht einfach als reine Preissteigerungen interpretiert werden, weil sich die Zusammensetzung der verkauften Objekte verändert.
Für das erste Quartal 2026 nennt die Analyse österreichweit einen Anstieg des Häuserpreisindex um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Auch bestehender Wohnraum lag bei plus 3,5 Prozent. Vollständige regionale Transaktionswerte für das Gesamtjahr 2026 liegen zum Datenstand 11. August 2026 noch nicht vor.
In Wien sollten Verkäufer insbesondere Altbau, MRG-Einordnung und zulässigen Mietzins sauber dokumentieren. In Salzburg treffen hohe Eigentumspreise auf einen Markt, bei dem für bestimmte Käufer zusätzlich grundverkehrs- und zweitwohnungsrechtliche Fragen relevant sein können.
Hier finden Sie weitere nützliche Informationen:
Wohnung verkaufen Salzburg
Real estate agent Salzburg
Real estate agent Vienna
7. Auch Steuern gehören vor dem Verkauf auf den Tisch
Bei einem entgeltlichen Verkauf einer privaten Immobilie kann Real estate income tax entstehen.
Die WIFI-Unterlagen unterscheiden dabei unter anderem zwischen sogenannten Neu- und Altfällen. Bei seit dem 1. April 2002 entgeltlich angeschafften Liegenschaften wird grundsätzlich der Veräußerungsgewinn betrachtet. Der besondere Steuersatz beträgt laut Unterlage 30 Prozent. Für bestimmte Altbestände gelten andere Berechnungsregeln.
Eine vermietete Wohnung verdient dabei besondere Aufmerksamkeit. Steuerliche Begünstigungen und frühere Aufwendungen können die konkrete Berechnung beeinflussen. Die WIFI-Steuerunterlagen weisen außerdem darauf hin, dass seit 1. April 2012 grundsätzlich eine Einkommensteuerpflicht für private Grundstücksveräußerungen besteht, sofern keine Befreiung greift.
Tip: Klären Sie die steuerliche Situation vor Festlegung des Netto-Verkaufsziels. Der Kaufpreis auf dem Vertrag ist nicht automatisch der Betrag, der Ihnen wirtschaftlich verbleibt.

Key Takeaways: Vermietete Wohnung verkaufen Österreich 2026
- Mietvertrag bleibt relevant: Ein Verkauf beendet ein bestehendes Mietverhältnis im MRG-Bereich nicht automatisch.
- MRG prüfen: Vollanwendung, Teilanwendung oder ABGB können wirtschaftlich erhebliche Unterschiede bedeuten.
- Neue Befristungsregeln beachten: Seit 2026 gelten grundsätzlich längere Mindestbefristungen; Ausnahmen sind möglich.
- Ertrag statt nur Quadratmeterpreis: Anleger beurteilen vor allem nachhaltigen Cashflow und Risiken.
- Unterlagen vollständig vorbereiten: Mietvertrag, Zahlungsdaten, Wertsicherung, Rücklage und WEG-Unterlagen schaffen Vertrauen.
- Sonderfälle früh planen: Rückvermietung an den bisherigen Eigentümer oder eine Delogierung vor dem Verkauf erfordern eine angepasste Strategie.
- Wien und Salzburg getrennt betrachten: Mietrechtliche und regionale Rahmenbedingungen unterscheiden sich.
- ImmoESt rechtzeitig kalkulieren: Die Steuer kann den tatsächlich verbleibenden Verkaufserlös deutlich beeinflussen.
Fazit: Vermietete Wohnungen brauchen die richtige Käufergruppe
Eine vermietete Eigentumswohnung ist nicht automatisch schlechter verkäuflich. Sie ist vor allem anders zu verkaufen.
Während Eigennutzer häufig eine rasch verfügbare Wohnung suchen, interessieren sich Anleger für nachvollziehbare Erträge, einen rechtssicheren Mietvertrag und planbare Kosten. Genau hier liegt die Chance: Ein sauber dokumentiertes Mietverhältnis kann aus einem vermeintlichen Nachteil ein klar positioniertes Investment machen.
Auch besondere Ausgangssituationen schließen einen Verkauf nicht grundsätzlich aus. Soll der bisherige Eigentümer nach dem Verkauf selbst als Mieter in der Wohnung bleiben oder steht nach Problemen mit einem Mietverhältnis zunächst eine Delogierung im Raum, müssen Ablauf, Kosten, zeitlicher Horizont und Vermarktungsstrategie entsprechend geplant werden.
Wer 2026 eine vermietete Wohnung verkaufen in Österreich möchte, sollte deshalb Bewertung, Mietrecht und Vermarktung gemeinsam betrachten. In Wien und Salzburg kommt zusätzlich fundierte regionale Marktkenntnis hinzu.
Sie überlegen noch, ob ein Verkauf aktuell die richtige Entscheidung ist? Lesen Sie auch unseren Beitrag Immobilie verkaufen oder vermieten in Salzburg.
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FAQ – Vermietete Wohnung verkaufen Österreich
Kann man eine vermietete Wohnung in Österreich verkaufen?
Ja. Eine vermietete Eigentumswohnung kann grundsätzlich verkauft werden. Im Anwendungsbereich des MRG beendet der Eigentümerwechsel das bestehende Hauptmietverhältnis jedoch nicht automatisch. Der Käufer tritt vielmehr in die Vermieterposition ein. Deshalb sollten Mietvertrag, Mietzins, Befristung und weitere Vereinbarungen bereits vor der Vermarktung sorgfältig geprüft werden.
Kann der neue Eigentümer dem Mieter nach dem Kauf kündigen?
Der Kauf einer vermieteten Wohnung allein schafft im Anwendungsbereich des MRG kein automatisches Kündigungsrecht. Das ist besonders wichtig, wenn ein Käufer die Wohnung später selbst nutzen möchte. Vor dem Kauf sollte daher geklärt werden, welches Mietrechtsregime gilt und welche Kündigungsmöglichkeiten tatsächlich bestehen.
Ist eine vermietete Wohnung weniger wert als eine freie Wohnung?
Nicht automatisch. Einen pauschalen Abschlag nach dem Prinzip „vermietet bedeutet minus 20 Prozent“ sollte man nicht ansetzen. Für die Bewertung spielen unter anderem die Höhe und rechtliche Nachhaltigkeit der Miete, Vertragsdauer, Wertsicherung, laufende Kosten, Rücklage und zukünftige Investitionen eine Rolle. Bei Anlegern steht vor allem der nachhaltig erzielbare Ertrag im Mittelpunkt.
Welche Unterlagen benötige ich beim Verkauf einer vermieteten Wohnung?
Zu den wichtigsten Unterlagen zählen der aktuelle Mietvertrag samt Nachträgen und Nebenvereinbarungen, Informationen zu Mietzins und Wertsicherung, Mietzahlungsübersichten, Betriebskosten- und Rücklageninformationen sowie Grundbuch-, WEG- und Energieausweisunterlagen. Auch bereits bekannte Sanierungen oder größere zukünftige Investitionen sollten transparent dargestellt werden.
Kann ich meine Wohnung verkaufen und anschließend selbst darin wohnen bleiben?
Ja, eine solche Gestaltung kann als Verkauf mit anschließender Rückvermietung geplant werden. In unserem Praxisbeispiel aus Salzburg wurde eine 3-Zimmer-Eigentumswohnung verkauft und gleichzeitig eine marktübliche Rückvermietung an den bisherigen Eigentümer für weitere zehn Jahre vorbereitet. Gerade für ältere Eigentümer kann dieses Modell interessant sein, wenn Kapital aus der Immobilie verfügbar werden soll, die bisherige Wohnsituation aber zunächst erhalten bleiben soll.
Was müssen Käufer bei einer vermieteten Wohnung besonders prüfen?
Käufer sollten nicht nur auf die monatliche Miete oder die Bruttorendite achten. Wichtig sind insbesondere das anwendbare Mietrecht, Befristung und Restlaufzeit, die rechtliche Zulässigkeit des Mietzinses, Wertsicherung, Zahlungsdisziplin des Mieters, Rücklagen sowie geplante Sanierungsmaßnahmen. Entscheidend ist, welcher nachhaltige Nettoertrag tatsächlich verbleibt.
Kann eine Wohnung nach einer Delogierung verkauft werden?
Ja. Nach erfolgter Räumung kann die Wohnung wieder für den Markt vorbereitet und anschließend verkauft werden. Der Zustand sollte dokumentiert werden; erforderliche Reinigungs- und Sanierungsmaßnahmen können danach koordiniert werden. Eine Delogierung darf der Eigentümer allerdings nicht eigenmächtig durchführen. Sie setzt einen rechtskräftigen Räumungstitel voraus und erfolgt durch den Exekutor. Mehr zum Thema: Delogation condominium Salzburg and Delogation condominium Vienna.
Wie lange dauert eine Delogierung vor einem geplanten Verkauf?
Der vorhandene Kroy-Beitrag nennt für den gesamten Ablauf in der Praxis meist three to six months. Der Weg führt von Mahnung und Kündigung über Räumungsklage und Räumungstitel bis zur Exekution durch den Gerichtsvollzieher. Das Verfahren kann sich jedoch verlängern.
Was ist beim Verkauf einer vermieteten Wohnung in Wien besonders wichtig?
In Wien kann insbesondere bei klassischen Altbauwohnungen die mietrechtliche Einordnung entscheidend sein. Verkäufer und Käufer sollten deshalb prüfen, welches Mietrechtsregime gilt und welcher Mietzins rechtlich zulässig ist. Diese Faktoren können den nachhaltigen Ertrag und damit auch die Bewertung der Wohnung beeinflussen.
Was ist beim Verkauf einer vermieteten Wohnung in Salzburg zu beachten?
Neben Mietvertrag, Ertrag und allgemeinen Objektdaten sollte die Vermarktungsstrategie auf den Salzburger Markt und die konkrete Käufergruppe abgestimmt werden. Für bestimmte Käufer können außerdem grundverkehrs- und zweitwohnungsrechtliche Fragen relevant sein. Bei einer als Anlageobjekt positionierten Wohnung sollten die wirtschaftlichen Eckdaten für Interessenten transparent aufbereitet werden.
Fällt beim Verkauf einer vermieteten Wohnung Immobilienertragsteuer an?
Bei einem entgeltlichen privaten Immobilienverkauf kann Real estate income tax entstehen. Die konkrete Berechnung hängt unter anderem vom Anschaffungszeitpunkt und möglichen steuerlichen Besonderheiten ab. Gerade bei einer zuvor vermieteten Immobilie sollte die steuerliche Situation deshalb vor Festlegung des gewünschten Netto-Verkaufserlöses individuell geklärt werden.
Sollte ich eine vermietete Wohnung vor dem Verkauf sanieren?
Das hängt von Objekt, Mietverhältnis und Verkaufsstrategie ab. Bei einer vermieteten Wohnung können zukünftige Investitionen auch für Anleger relevant sein. In unserem Salzburger Praxisbeispiel wurde etwa bereits vor dem Verkauf ein Angebot für eine später erforderliche Electrical renovation eingeholt und bei der Preisgestaltung berücksichtigt. Dadurch konnten Kaufinteressenten den zukünftigen Aufwand besser einschätzen.
Externe Quellen:
- Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS): https://www.ris.bka.gv.at/
- Mietrechtsgesetz (MRG) im RIS: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10002531
- Stadt Wien – Mietenrechner: https://www.wien.gv.at/wohnen/wohnbautechnik/pruefen/mietenrechner.html
- Statistik Austria: https://www.statistik.at/
- Bundesministerium für Finanzen: https://www.bmf.gv.at/