Minimum Lease Term of 5 Years: What the New MILG Rule Means for Landlords Starting in 2026

Last updated on May 20, 2026

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TL;DR Wenn Sie 2026 eine Wohnung in Vienna or Salzburg vermieten möchten, müssen Sie die neue Mindestbefristung von fünf Jahren unbedingt beachten. Für unternehmerische Vermieter gilt seit dem 1.1.2026 im MRG-Bereich grundsätzlich eine längere Mindestlaufzeit bei befristeten Mietverträgen. Fehler bei Befristung, Verlängerung oder Vertragsgestaltung können dazu führen, dass ein Mietvertrag automatisch unbefristet wird. Entscheidend sind vor allem 7 Faktoren – genau diese zeigt Ihnen dieser Guide.

Seit dem 1. Jänner 2026 gilt in Österreich eine der wichtigsten Änderungen im Mietrecht der letzten Jahre: Die Mindestbefristung bei Wohnungsmietverträgen wurde im Rahmen des 5. Mietrechtlichen Inflationslinderungsgesetzes (5. MILG) für viele Vermieter von drei auf fünf Jahre erhöht.

Besonders betroffen sind unternehmerische Vermieter im Voll- und Teilanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG).

Für Eigentümer:innen in Wien und Salzburg bedeutet das: Mietverträge müssen künftig deutlich langfristiger geplant werden. Gleichzeitig verändern sich Renditeberechnung, Mieterauswahl und die strategische Vermietung.

Doch wer ist tatsächlich betroffen? Wann gelten weiterhin drei Jahre? Und welche Fehler sollten Vermieter jetzt unbedingt vermeiden?

Genau das erklären wir in diesem Beitrag.

Was bedeutet die neue Mindestbefristung von 5 Jahren?

Die neue Regelung des 5. MILG sieht vor, dass befristete Wohnungsmietverträge künftig grundsätzlich mindestens fünf Jahre dauern müssen – sofern der Vermieter als Unternehmer im Sinn des Konsumentenschutzgesetzes gilt.

Das betrifft insbesondere:

  • Immobiliengesellschaften
  • gewerbliche Vermieter
  • professionelle Bestandshalter
  • Vermieter mit mehreren Objekten und nachhaltiger Vermietungsabsicht

Important: Private Vermieter ohne Unternehmereigenschaft können weiterhin Mietverträge mit einer Mindestdauer von drei Jahren abschließen.

Die Reform betrifft ausschließlich Wohnungsmietverhältnisse im Voll- und Teilanwendungsbereich des MRG. Geschäftslokale oder viele Neubauten außerhalb des MRG bleiben von dieser speziellen 5-Jahres-Regel ausgenommen.

Wer gilt als unternehmerischer Vermieter?

Viele Eigentümer unterschätzen diesen Punkt. Denn die Unternehmereigenschaft hängt nicht nur von einer Firma oder GmbH ab.

Bereits eine planmäßige, nachhaltige Vermietung mehrerer Wohnungen kann ausreichen, um als Unternehmer eingestuft zu werden.

Typische Beispiele für Unternehmer

Vermieter-TypWahrscheinlich Unternehmer?
GmbH mit ZinshausYes
Stiftung mit mehreren WohnungenYes
Eigentümer mit 10 MietwohnungenMeist ja
Privatperson mit geerbter EinzelwohnungOft nein
Gelegentliche VermietungEher nein

Gerade in Wien sind viele Anlegerwohnungen betroffen. In Salzburg betrifft die Reform besonders institutionelle Eigentümer und Anleger im hochpreisigen Mietsegment.

Tip: Lassen Sie die Unternehmereigenschaft rechtlich prüfen, bevor Sie neue Mietverträge abschließen.

Read also: our article on the topic Wertsicherungsgesetz

Welche Mietverträge sind betroffen?

Die Reform gilt nicht pauschal für alle Mietobjekte.

Entscheidend ist, ob das Mietverhältnis dem MRG unterliegt. Das Mietrechtsgesetz unterscheidet zwischen Vollanwendung, Teilanwendung und Ausnahmen.

Die 5-Jahres-Regel betrifft typischerweise:

  • Altbauwohnungen
  • klassische Mietwohnungen
  • viele Zinshäuser
  • Wohnungen im Teilanwendungsbereich

Nicht oder oft nicht betroffen:

  • Ein- und Zweifamilienhäuser
  • Ferienwohnungen
  • viele Neubauten
  • Geschäftslokale

Was passiert bei zu kurzer Befristung?

Hier liegt eines der größten Risiken für Vermieter.

Wird ein Mietvertrag trotz Unternehmereigenschaft nur auf drei Jahre abgeschlossen, kann die Befristung unwirksam sein. Die Folge: Das Mietverhältnis gilt rechtlich oft als unbefristet.

Das bedeutet:

  • deutlich erschwerte Kündigung
  • höheres wirtschaftliches Risiko
  • langfristige Bindung an problematische Mietverhältnisse
  • mögliche Einschränkungen bei Verkauf oder Eigennutzung

Zusätzlich müssen befristete Mietverträge schriftlich abgeschlossen werden.

Checkliste: Befristeten Mietvertrag korrekt abschließen

PointDone?
Unternehmereigenschaft geprüft☐
MRG-Anwendungsbereich geklärt☐
Mindestdauer 5 Jahre eingehalten☐
Vertrag schriftlich abgeschlossen☐
Enddatum klar definiert☐
Wertsicherung korrekt formuliert☐
Mieter über Kündigungsrechte informiert☐

Bedeutet die Reform automatisch mehr Planungssicherheit?

Nicht unbedingt.

Denn Mieter behalten weiterhin ihr gesetzliches Kündigungsrecht. Bei befristeten Wohnungsmietverträgen im MRG-Bereich können Mieter nach einem Jahr mit dreimonatiger Frist kündigen.

Mindestbefristung Mietvertrag 5 Jahre - Auszug

Das bedeutet:

  • Vermieter sind länger gebunden
  • Mieter bleiben flexibel
  • Leerstandsrisiken bleiben bestehen

Gerade deshalb wird die Auswahl geeigneter Mieter noch wichtiger.

Worauf Vermieter künftig stärker achten sollten

Test criterionWhy is it important?
BonitätsprüfungSchutz vor Zahlungsausfällen
Proof of incomeLangfristige Leistbarkeit
HaushaltsgrößePassende Wohnnutzung
AufenthaltsdauerStabilität des Mietverhältnisses
Vorvermieter-AuskunftZahlungsmoral prüfen

Practical tip: Je länger die gesetzliche Bindung, desto wichtiger werden strukturierte Auswahlprozesse.

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Wie wirkt sich die Reform auf Rendite und Vermietung aus?

Die neue Mindestbefristung verändert auch die wirtschaftliche Planung.

Vor allem bei Anlegerwohnungen in Wien und Salzburg müssen Eigentümer künftig langfristiger kalkulieren:

  • geringere Flexibilität bei Eigenbedarf
  • längere Kapitalbindung
  • höherer Planungsaufwand
  • stärkere Bedeutung professioneller Mieterauswahl

Zusätzlich bleibt im regulierten Mietbereich häufig der Befristungsabschlag von 25 % bestehen.

Gleichzeitig wurde durch das Mieten-Wertsicherungsgesetz (MieWeG) die Weitergabe von Inflation gedeckelt.

Dadurch entsteht eine doppelte Herausforderung:

  1. längere Vertragsbindung
  2. eingeschränkte Mietzinsanpassung
Mindestbefristung Mietvertrag 5 Jahre - Mehrparteienhaus Mrg

Verlängerung bestehender Mietverträge: Was gilt?

Auch bei Verlängerungen ist Vorsicht geboten.

Kurze Verlängerungen oder mündliche Zusatzvereinbarungen können problematisch sein.

Wichtig bei Verlängerungen:

  • schriftliche Vereinbarung
  • klare neue Laufzeit
  • Einhaltung der Mindestdauer
  • korrekte Wertsicherung
  • rechtzeitige Dokumentation

Tip: Verträge sollten bereits mehrere Monate vor Ablauf geprüft werden.

Auswirkungen auf Makler und Vermarktung

Auch Immobilienmakler müssen ihre Prozesse anpassen.

Durch längere Vertragsbindungen steigen die Anforderungen an:

  • Tenant Selection
  • Bonitätsprüfung
  • Vertragsgestaltung
  • Documentation
  • Beratungspflichten

Im Zuge der aktuellen Reformen gewinnt außerdem das Bestellerprinzip weiter an Bedeutung.

Key Takeaways zur Mindestbefristung 2026

  • Seit 1.1.2026 gilt für unternehmerische Vermieter oft eine Mindestbefristung von 5 Jahren.
  • Betroffen sind Wohnungsmietverträge im Voll- und Teilanwendungsbereich des MRG.
  • Private Vermieter ohne Unternehmereigenschaft können meist weiterhin 3 Jahre vereinbaren.
  • Fehlerhafte Befristungen können zu unbefristeten Mietverhältnissen führen.
  • Schriftlichkeit bleibt zwingend erforderlich.
  • Die Reform verändert Renditeplanung und Mieterauswahl deutlich.
  • Gleichzeitig begrenzt das MieWeG die Wertsicherungsmöglichkeiten.

Fazit: Die 5-Jahres-Regel verändert die Vermietung nachhaltig

Die neue Regelung zur mindestbefristung mietvertrag 5 jahre ist weit mehr als eine kleine Gesetzesanpassung. Sie verändert die Vermietungspraxis in Österreich grundlegend.

Vor allem in Wien und Salzburg müssen Vermieter künftig professioneller planen, Risiken genauer bewerten und Mietverträge sorgfältiger gestalten.

Wer die neue Rechtslage ignoriert, riskiert unbefristete Mietverhältnisse und wirtschaftliche Nachteile.

Gerade deshalb lohnt sich jetzt eine rechtliche und strategische Überprüfung bestehender Vermietungsprozesse.

KROY Real Estate can help you with:

  • rechtssicherer Vermietung
  • professioneller Mieterauswahl
  • Erstellung und Prüfung von Mietverträgen
  • strategischer Vermietung Ihrer Wohnung oder Ihres Zinshauses
  • Vermarktung in Wien und Salzburg

Lassen Sie Ihre Vermietung jetzt professionell prüfen und vermeiden Sie typische Fehler bei der neuen 5-Jahres-Regel.

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FAQ’s – Mindestbefristung Mietvertrag 5 Jahre 2026

When does the new minimum term of 5 years take effect?

The new regulation has been in effect since January 1, 2026, under the 5th Rental Law Inflation Mitigation Act (5th MILG).

To whom does the minimum 5-year term apply?

This rule applies primarily to landlords operating as businesses within the full and partial scope of the Tenancy Law Act (MRG).

Does the 5-year rule also apply to private landlords?

Not necessarily. Private landlords who are not considered business operators may continue to enter into lease agreements with a minimum term of three years.

Was bedeutet „unternehmerischer Vermieter“?

Als Unternehmer gelten häufig Vermieter mit mehreren Wohnungen, Immobiliengesellschaften, Stiftungen oder professionelle Bestandshalter mit nachhaltiger Vermietungsabsicht.

Welche Mietverträge sind von der Reform betroffen?

Vor allem klassische Wohnungsmietverträge im Voll- und Teilanwendungsbereich des MRG – etwa Altbauwohnungen oder viele Zinshauswohnungen.

Gelten die neuen Regeln auch für Geschäftslokale?

Nein. Die spezielle Mindestbefristung von fünf Jahren betrifft grundsätzlich Wohnungsmietverträge und nicht klassische Geschäftslokale.

Was passiert bei einer zu kurzen Befristung?

Ist die Befristung unwirksam, kann der Mietvertrag rechtlich als unbefristet gelten. Das erschwert eine spätere Kündigung erheblich.

Muss ein befristeter Mietvertrag schriftlich abgeschlossen werden?

Ja. Befristete Wohnungsmietverträge müssen schriftlich abgeschlossen werden. Fehlt die Schriftform, kann die Befristung unwirksam sein.

Können Mieter trotz 5-jähriger Befristung früher kündigen?

Ja. Mieter können im MRG-Bereich meist nach einem Jahr mit dreimonatiger Kündigungsfrist zum Monatsletzten kündigen.

Gilt weiterhin der Befristungsabschlag?

Ja. Im regulierten Mietbereich bleibt häufig der gesetzliche Befristungsabschlag von 25 % bestehen.

Welche Auswirkungen hat die Reform auf Vermieter?

Die neue Regelung führt zu längerer Vertragsbindung, höherem Planungsaufwand und größerer Bedeutung professioneller Mieterauswahl.

Was ist bei Verlängerungen bestehender Mietverträge zu beachten?

Verlängerungen sollten schriftlich erfolgen und die gesetzlichen Mindestlaufzeiten einhalten. Fehlerhafte Verlängerungen können problematisch sein.

Welche Rolle spielt das Mieten-Wertsicherungsgesetz (MieWeG)?

Seit 2026 gelten strengere Regeln zur Wertsicherung und Indexanpassung von Mieten. Dadurch sind Mietzinsanpassungen teilweise eingeschränkt.

Betrifft die Reform auch Vermieter in Wien und Salzburg?

Ja. Besonders in Wien und Salzburg betrifft die neue Regel viele Anlegerwohnungen, Zinshäuser und institutionelle Vermieter.

Wie können Vermieter rechtliche Risiken vermeiden?

Durch professionelle Vertragsgestaltung, Prüfung der Unternehmereigenschaft, korrekte Befristung und sorgfältige Dokumentation aller Vereinbarungen.

Externe Links und Quellen:

oesterreich.gv.at

www.arbeiterkammer.at/

www.wko.at/

Disclaimer:
The contents of this article have been carefully researched. However, we cannot guarantee that the information is correct, complete or up-to-date. This article is for general information purposes only and does not constitute legal or professional advice.

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