Unternehmer:innen, die einen neuen Standort planen oder eine bestehende Betriebsstätte ausbauen möchten, stehen in Österreich zahlreiche regionale Förderprogramme zur Verfügung — besonders attraktiv sind dabei die Bundesländer Salzburg und Wien. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie diese Fördermöglichkeiten richtig nutzen, auf was Sie bei Antragstellung achten müssen und wie Sie Ihr Vorhaben optimal vorbereiten.
Regionale Förderprogramme in Salzburg
Salzburg verfügt über ein breites Spektrum an Förderangeboten, die gerade für Klein‑ und Mittelbetriebe (KMU) interessant sind.
Wichtige Förderprogramme und Schwerpunkte
IWB-EFRE Programm (Investitionen in Beschäftigung und Wachstum 2021–2027): Über dieses Programm stehen EFRE‑Mittel zur Verfügung, die insbesondere industrielle bzw. gewerbliche Wachstums- und Innovationsprojekte sowie touristische Modernisierungen und Erweiterungen unterstützen. Zielgruppe sind vor allem Salzburger KMU. Land Salzburg
De‑minimis‑Förderungen, Digitalisierungsoffensive, Forschung & Entwicklung, Gründung/Übernahme, Umwelt‑ bzw. Energieinvestitionen: Salzburg bietet eine breite Palette an thematisch differenzierten Programmen, die je nach Vorhaben relevant sein können. Land Salzburg
Kleinbetriebs‑ oder Gewerbeförderungen, Mietförderung (z. B. für Startups), Investitions‑ und Betriebsmittelkredite, Lehrlings‑ und Ausbildungsförderungen (bei Lehrbetrieb bzw. Lehrlingsausbildung): Besonders relevant, wenn Ihr Betrieb junge Menschen ausbildet oder in lokale Infrastruktur investiert. Stadt Salzburg
Tipp: Gerade KMU und Gewerbebetriebe sollten frühzeitig prüfen, ob eine Kombination aus Programmen möglich ist — etwa EFRE/IWB plus regionale KMU‑Förderung oder Umweltinvestitionen — und bei Antragstellung auf De‑minimis‑Regeln achten.
Regionale Förderprogramme in Wien

Auch Wien bietet über die Wirtschaftsagentur Wien und weitere Institutionen umfassende Fördermöglichkeiten, insbesondere für die Ansiedlung und den Ausbau von Betriebsstätten.
Wichtige Förderprogramme und Schwerpunkte
Förderung Standort (Wien): Diese Förderung richtet sich an Unternehmen, die einen neuen Standort in Wien eröffnen oder bestehende Räumlichkeiten ausbauen bzw. renovieren wollen. Gefördert werden bauliche Maßnahmen, der Ankauf bzw. die Renovierung von Bausubstanz sowie Planungs‑ und Architekturleistungen. Förderquote: 10–20 %, maximale Förderung zwischen 300.000 und 500.000 €. Mindestprojektgröße je nach Unternehmensgröße: ab 150.000 €. Wirtschaftsagentur
Weitere Förderbereiche der Wirtschaftsagentur Wien: Dazu zählen Programme für Gründung & Startups, Forschung & Innovation, Umwelt und Nachhaltigkeit, Digitalisierung sowie spezielle Förderlinien für Kreativ- und Technologiebranchen. Wirtschaftsagentur
Unterstützung bei Ansiedlung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Beschäftigung — Wien legt besonderen Fokus auf nachhaltige Stadtentwicklung, Innovation und Beschäftigung. Unternehmen, die in diesen Bereichen aktiv sind, haben gute Chancen auf Förderung. Wirtschaftsagentur
Vergleich Salzburg vs. Wien – Wo liegen die Unterschiede?
| Kriterium | Salzburg | Wien |
| Förderformen | EFRE / IWB, KMU‑Förderungen, Umwelt & Energie, Gewerbe & Betrieb, Gründung/Übernahme, Ausbildung/Lehre | Standortförderung (Immobilien/Bau), Gründung & Startups, Innovation & Forschung, Umwelt & Nachhaltigkeit, Digitalisierung |
| Zielgruppen | KMU, Gewerbe, Betriebe mit Ausbildungsfunktion, Betriebe mit Investitionsbedarf | KMU, Startups, Unternehmen mit Standort in Wien, Produktions‑ und Dienstleistungsbetriebe, Forschung & Technologieunternehmen |
| Förderhöhe / Investitionsbedarf | KMU‑orientiert; variiert je Programm | 0–20 % der Kosten, Projekte ab 150.000 € (KMU) bzw. 300.000 € (mittel/groß) |
| Thematische Schwerpunkte | Innovation, gewerbliche Investitionen, Umwelt/Energie, Tourismus, KMU‑Stärkung | tandort & Infrastruktur, Innovation & Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Unternehmensgründung & Ansiedlung |
Fazit:
Für Unternehmen mit Fokus auf gewerbliche Produktion, Innovation, Umwelt, Energie oder regionales Wachstum kann Salzburg mit seinen EFRE/IWB‑Förderungen und KMU‑Programmen sehr attraktiv sein.
Wenn Sie planen, einen Standort in der Hauptstadt mit guter Infrastruktur und Zugang zu Märkten, Talenten und Netzwerken zu eröffnen (z. B. Headquarters, Büro, Produktion, Forschung), bietet Wien mit der Standortförderung der Wirtschaftsagentur klare Vorteile.
Checkliste: So prüfen Sie Förderpotenziale für Ihren Standort

| Schritt | Beschreibung |
| Ziel und Art Ihres Vorhabens klar definieren | Neuansiedlung, Erweiterung, Renovierung, Modernisierung, Digitalisierung, Umweltinvestition etc. |
| Passendes Förderprogramm identifizieren | In Salzburg: IWB‑EFRE, KMU‑Förderung, Umwelt etc. |
| Förderbedingungen prüfen | Mindestmaßnahmen, Kostenrahmen, Förderquote, De‑minimis‑Regel, Projektbeginn vor Antrag etc. |
| Antragstellung vor Projektbeginn einreichen | Insbesondere bei Wien: Antrag muss vor dem Start des Projekts erfolgen. |
| Unterlagen vorbereiten | Jahresabschluss, Planungs- und Baupläne, Kostenaufstellung, De‑minimis-Erklärung etc. |
| Kombination mit weiteren Förderlinien prüfen | z. B. Umwelt + KMU + Innovation, soweit zulässig. |
| Beratung durch Förderexpert:innen in Anspruch nehmen | Viele Programme bieten Beratung & Unterstützung bei Antrag und Einreichung. |
Nutzen Sie die regionalen Fördermöglichkeiten in Salzburg und Wien gezielt für Ihren Unternehmensstandort — mit der richtigen Planung, frühzeitiger Antragstellung und guten Unterlagen lassen sich beträchtliche Anreize realisieren.
Wir unterstützen Sie gerne auf der Suche nach der passenden Förderung: Kroy Immobilien
Was ist der Unterschied zwischen Bundes‑ und Landesförderungen?
In Österreich existieren Förderungen auf mehreren Ebenen — Bund, Land, Gemeinde. Landes‑ bzw. regionale Förderprogramme (wie in Salzburg oder Wien) ergänzen meist die bundesweiten Programme. Wichtig: Eine Doppelförderung derselben Maßnahme durch Bund und Land ist häufig ausgeschlossen.
Kann ich mehrere Förderprogramme kombinieren?
Ja — unter bestimmten Voraussetzungen. Beispiel: In Salzburg könnte ein Umweltinvestitionsprogramm mit einer KMU‑Förderung kombiniert werden. Wichtig ist, dass die Förderbedingungen (z. B. De‑minimis‑Regel, Förderquote) nicht überschritten werden und Antragstellungen rechtzeitig erfolgen.
Wann muss der Antrag gestellt werden?
Bei vielen Programmen — z. B. der Standortförderung in Wien — muss der Antrag vor Projektbeginn eingereicht werden.
Wer kann eine Förderung beantragen?
In Salzburg meist KMU, Gewerbebetriebe, Betriebe mit Investitionsbedarf bzw. Innovation oder Umweltfokus. In Wien sind Unternehmen mit geplanter Betriebsstätte, Startups, Mittel‑ und Großbetriebe — je nach Förderung — antragsberechtigt.
Welche Kosten werden gefördert?
Das hängt vom Programm ab — bei Standortförderung Wien z. B. bauliche Maßnahmen, Bausubstanz, Architektur‑ und Planungsleistungen. Wirtschaftsagentur+1 Bei Programmen in Salzburg können auch Investitionen in Technologie, Digitalisierung, Umwelt, Forschung etc. gefördert werden.