Energiekrise, Klimaziele, Bodenversiegelung – das Bauen in Österreich steht vor einer Zeitenwende. Statt weiter neue Flächen zu versiegeln, setzen immer mehr Eigentümer:innen auf die nachhaltige Sanierung bestehender Wohngebäude. Doch ist das wirklich die bessere Wahl? Und worauf müssen Sie achten, wenn Sie ein Sanierungsprojekt starten?
Wir zeigen, warum nachhaltige Sanierungen nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich attraktiv sind – und geben Ihnen eine Checkliste zur konkreten Umsetzung an die Hand.
Sanieren statt neu bauen: Ein klarer Trend in Österreich
Laut Umweltbundesamt gelten rund 1,7 Millionen Gebäude in Österreich als sanierungsbedürftig. Gleichzeitig steigen die Baukosten kontinuierlich und Baugründe werden immer knapper. Kein Wunder also, dass sich laut Umfragen mittlerweile drei Viertel der Österreicher:innen für eine Sanierung statt Neubau entscheiden.
Hauptgründe für diesen Wandel:
- Stark gestiegene Baukosten
- Mangel an Grundstücken
- Bewusstsein für Klimaschutz und Bodenversiegelung
Vgl. Weitere Informationen zur Bodenversiegelung
Nachhaltige Sanierung: Was bedeutet das konkret?

Eine nachhaltige Sanierung geht weit über kosmetische Maßnahmen hinaus. Ziel ist es, ein Gebäude energetisch auf den neuesten Stand zu bringen und gleichzeitig Ressourcen zu schonen:
- Vollwärmeschutz an Fassade, Dach und Keller
- Austausch alter Fenster gegen 3-fach-verglaste Modelle
- Erneuerung der Heiztechnik (z. B. Umsteig auf Wärmepumpe)
- Integration erneuerbarer Energien wie Photovoltaik
- Nutzung nachhaltiger Baustoffe (z. B. Holzfaser, Zellulose)
Tipp: Eine Super-Sanierung kann den Heizwärmebedarf um bis zu 80 % senken.
Sanierung versus Neubau: Ein Kostenvergleich

Ob sich eine nachhaltige Sanierung wirtschaftlich lohnt, hängt vom Zustand der Immobilie ab. Ist das Haus baulich solide, lohnt sich die Sanierung fast immer mehr als ein Abriss und Neubau – nicht zuletzt dank Förderungen von Bund und Ländern
| Aspekt | Sanierung | Neubau |
|---|---|---|
| Investitionskosten | Geringer (bei guter Bausubstanz) | Höher |
| Ökologische Bilanz | Deutlich besser (Materialeinsparung) | Schlecht (hoher Ressourcenverbrauch) |
| Fördermöglichkeiten | Vielfältig (Sanierungsscheck, Landesförderungen) | Eingeschränkt |
| Zeitaufwand | Oft kürzer bei Teil-Sanierungen | Lange Planungs- und Bauzeit |
Hinweis: Die Sanierung kann auch in Etappen erfolgen – so bleibt die Immobilie währenddessen bewohnbar.
Checkliste: Nachhaltige Sanierung planen
| Schritt | Beschreibung |
|---|---|
| 1. Gebäudeanalyse | Zustand der Bausubstanz, Energieverbrauch und Potenziale erfassen |
| 2. Energieberatung | Thermische Qualität analysieren lassen (z. B. durch Klimabündnis-Partner) |
| 3. Sanierungsplan erstellen | Mit Architekt:in oder Baumeister:in Zeitplan und Maßnahmen festlegen |
| 4. Förderungen sichern | Sanierungsscheck, Wohnbauförderung Land, Klimaaktiv-Programme |
| 5. Nachhaltige Materialien wählen | z. B. Holzfaser, Zellulose, Recyclingmaterialien |
| 6. Professionelle Umsetzung | Mit zertifizierten Sanierungsfirmen arbeiten |
Weitere Infos auf: klimaaktiv.at
Was Eigentümer:innen besonders beachten sollten
- Keine halben Sachen: Nur eine umfassende Sanierung bringt dauerhaft niedrige Betriebskosten.
- Wertsteigerung inkludiert: Nachhaltig sanierte Häuser erzielen höhere Verkaufspreise.
- Steuerliche Vorteile nutzen: Sonderausgaben für energetische Sanierung können geltend gemacht werden.
Sie möchten Ihre Immobilie vermarkten: Wie Sie Ihre Immobilie richtig verkaufen
Key Takeaways
- Nachhaltige Sanierung spart CO2, Energie und langfristig Geld
- Förderungen machen Sanierungen wirtschaftlich attraktiv
- Gebäude bleiben bewohnbar, wenn etappenweise saniert wird
- Interne Links nutzen: Subverwaltung & Vermarktung unterstützen bei der Umsetzung
- Energieberatung & Planung sind der erste Schritt
Fazit: Nachhaltigkeit ist der bessere Weg
Statt immer mehr Boden zu verbauen, liegt die Zukunft im Bauen im Bestand. Eine nachhaltige Sanierung bringt alte Gebäude auf Klimastandard, steigert den Wohnkomfort und senkt die Betriebskosten. Gleichzeitig leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.
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Was ist eine nachhaltige Sanierung?
Eine nachhaltige Sanierung umfasst energetische, ökologische und ressourcenschonende Maßnahmen zur Modernisierung bestehender Gebäude. Ziel ist es, den Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß dauerhaft zu senken und gleichzeitig den Wohnkomfort zu verbessern.
Wann lohnt sich eine nachhaltige Sanierung mehr als ein Neubau?
Wenn die bauliche Substanz gut erhalten ist und vor allem Dämmung, Fenster und Heizung modernisiert werden müssen, ist eine Sanierung fast immer günstiger und ökologisch sinnvoller als ein Neubau.
Welche Förderungen gibt es für nachhaltige Sanierungen in Österreich?
Es gibt den bundesweiten Sanierungsscheck sowie Landesförderungen und klimaaktiv-Programme. Auch steuerliche Vorteile wie Sonderausgaben für energetische Maßnahmen sind möglich.
Kann ich während der Sanierung im Haus wohnen bleiben?
Ja, viele nachhaltige Sanierungen können etappenweise durchgeführt werden. Dadurch bleibt die Immobilie während der Arbeiten bewohnbar – ein klarer Vorteil gegenüber Neubauten.
Wie viel Energie spart eine nachhaltige Sanierung?
Eine umfassende Sanierung („Super-Sanierung“) kann den Heizwärmebedarf um bis zu 80 % reduzieren – je nach Ausgangszustand des Gebäudes.
Welche Materialien gelten als nachhaltig?
Besonders empfehlenswert sind Holzfaserplatten, Zellulose, Hanf oder recycelbare Dämmstoffe. Auch die Vermeidung synthetischer Kunststoffe trägt zur Nachhaltigkeit bei.
Steigert eine nachhaltige Sanierung den Immobilienwert?
Ja – energetisch sanierte Häuser sind gefragter, erzielen höhere Verkaufspreise und lassen sich besser vermarkten. Zudem sinken die Betriebskosten für Käufer:innen oder Mieter:innen spürbar.
Gibt es steuerliche Vorteile für nachhaltige Sanierungen?
Ja, etwa Sonderausgaben im Rahmen der Einkommensteuer oder Förderabsetzbeträge für bestimmte Investitionen – abhängig vom Bundesland und der Maßnahme.