Steuern Immobilienkauf. Der Immobilienkauf ist für viele ein Lebenstraum – aber auch eine der größten finanziellen Entscheidungen im Leben. Umso wichtiger ist es, steuerlich optimal aufgestellt zu sein. Mit dem Steuerjahr 2025 traten Änderungen in Kraft, die vor allem Immobilienkäufe betreffen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie in Wien und Salzburg achten sollten.

Steuerliche Rahmenbedingungen – ein Überblick
Seit letzem Jahr gelten neue Regelungen, die den Immobilienerwerb – insbesondere in Bezug auf Grunderwerbsteuer, Abschreibung und Nutzung – betreffen:
Neue Sonderabschreibung für klimafreundliche Immobilien
Immobilien, die höchste energetische Standards erfüllen (z. B. klimaaktiv Gold), können zusätzlich zur linearen AfA eine Sonderabschreibung von bis zu 15 % in den ersten drei Jahren nutzen. Das betrifft sowohl Vermieter als auch Eigennutzer. Die Regelung basiert auf der neuen Öko-Sonderausgabenpauschale laut Steuerreform des letzten Jahres.
Pauschalwertmodell bei Erbschaft/Schenkung
Bei Erbschaften und Schenkungen kann ein Pauschalwertmodell angewendet, das zu höheren Steuerbemessungen führt – in vielen Fällen näher am tatsächlichen Verkehrswert. Dadurch steigt in vielen Fällen die Grunderwerbsteuer.
Einschränkungen bei Zweitwohnsitzen in Salzburg
In beliebten Tourismusregionen wie Zell am See greifen seit letztem Jahr strengere Auflagen für Zweitwohnsitze – steuerliche Vorteile entfallen dort zunehmend, abhängig von der Widmung und Gemeindeauflagen. Gebühren und Abgaben werden auf Basis des Verkehrswertes erhoben.
Unterschiede zwischen Wien und Salzburg
Wien: Förderung von sozialem Eigentum
Geförderte Eigentumswohnungen in Wien bleiben durch günstige Kreditbedingungen und reduzierte Errichtungskosten attraktiv – zusätzliche steuerliche Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer sind derzeit jedoch nicht vorgesehen.
Salzburg: Landesförderung statt Steuerabzug
Das Land Salzburg unterstützt thermische Sanierungen über Förderprogramme – steuerliche Vorteile ergeben sich durch bundesweite Abschreibungsregelungen, jedoch gibt es keinen zusätzlichen Investitionsabzugsbetrag.

Worauf Immobilienkäufer jetzt achten sollten
- Steuerliche Beratung einholen: Die neue Gesetzeslage ist komplex. Lassen Sie sich vor Vertragsunterzeichnung beraten, um Vorteile zu sichern.
- Finanzierungsstruktur prüfen: Der Mix aus Eigenkapital und Fremdfinanzierung beeinflusst die steuerliche Absetzbarkeit.
- Zweitwohnsitz genau deklarieren: Besonders in Salzburg muss klar sein, ob eine Nutzung als Haupt- oder Nebenwohnsitz vorliegt.
- Sanierungspläne steuerlich optimieren: Wenn Sie Modernisierungen planen, nutzen Sie Abschreibungen und Förderprogramme gezielt.
Key Takeaways
- Sonderabschreibung für klimafreundliche Immobilien seit 2025 nutzbar
- Neues Pauschalwertmodell führt zu höherer Grunderwerbsteuer bei Erbschaften
- Salzburg: Strengere Auflagen und Abgaben für Zweitwohnsitze
- Wien: Fördermodelle, aber keine neuen Freibeträge bei Eigentum
- Beratung ist 2026 Pflicht, um Steuervorteile nicht zu verschenken
Fazit
Die steuerlichen Änderungen, die seit letztem Jahr gelten bringen sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Wer frühzeitig plant und sich beraten lässt, kann tausende Euro sparen. Ob in Wien oder Salzburg – für Immobilienkäufer ist es jetzt besonders wichtig, steuerlich klug zu agieren.
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FAQ’s – Steuern Immobilienkauf
Welche Steuern fallen beim Immobilienkauf in Österreich an?
Beim Immobilienkauf fallen vor allem Grunderwerbsteuer, Grundbucheintragungsgebühr sowie gegebenenfalls laufende Steuern (z. B. bei Vermietung) an.
Haben sich die Steuern beim Immobilienkauf seit 2025 geändert?
Ja. Seit 2025 gelten neue Regelungen, etwa eine Sonderabschreibung für klimafreundliche Immobilien sowie ein neues Pauschalwertmodell bei Erbschaften und Schenkungen.
Was ist die neue Sonderabschreibung für klimafreundliche Immobilien?
Für Immobilien mit hohen energetischen Standards (z. B. klimaaktiv Gold) kann zusätzlich zur linearen Abschreibung eine Sonderabschreibung von bis zu 15 % in den ersten drei Jahren genutzt werden.
Gilt die Sonderabschreibung für Eigennutzer und Vermieter?
Ja. Die Sonderabschreibung kann sowohl von Eigennutzern als auch von Vermietern in Anspruch genommen werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.
Gibt es steuerliche Unterschiede zwischen Wien und Salzburg?
Ja. Wien setzt stärker auf Wohnbauförderung, während Salzburg landesspezifische Förderprogramme, etwa für Sanierungen, anbietet – ohne zusätzliche steuerliche Abzugsbeträge.
Was gilt steuerlich für Zweitwohnsitze in Salzburg?
In Salzburg gelten seit 2025 strengere Regelungen für Zweitwohnsitze. Steuerliche Vorteile entfallen zunehmend, Abgaben werden häufig auf Basis des Verkehrswertes berechnet.
Können Sanierungsmaßnahmen steuerlich genutzt werden?
Ja. Thermische Sanierungen und Modernisierungen können über Abschreibungen und Förderprogramme steuerlich optimiert werden.